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Glossar

Glossar: Angelbegriffe von A bis Z

Die wichtigsten Fachbegriffe rund ums Angeln kurz und verständlich erklärt.

Aufgeschlagenes Skizzenbuch mit gezeichneten Fischen und Ködern, daneben Bleistift und Kunstköder
KI-generiertes Symbolbild

Aktion (Rutenaktion)

Beschreibt, an welcher Stelle sich eine Angelrute unter Last am stärksten biegt – von schneller Aktion (Biegung im oberen Bereich) bis parabolischer Aktion (Biegung über die gesamte Rute verteilt).

Rutenaktion und Wurfgewicht im Kategorie-Ratgeber Angelruten

Baitcaster

Rollentyp, bei dem sich die Spule beim Werfen und Einholen mitdreht, meist auf der Rute montiert. Bietet hohe Wurfpräzision, erfordert aber eine sorgfältig eingestellte Wurfbremse (Magnet- oder Fliehkraftbremse), um Backlash zu vermeiden. Den Schnurabzug im Drill regelt die Sternbremse.

Stationärrolle und Baitcaster im Vergleich

Bissanzeiger

Elektronisches oder mechanisches Gerät, das die Bewegung der Schnur registriert und bei einem Biss ein akustisches und meist optisches Signal gibt.

Wenn der Bissanzeiger ständig Fehlalarm gibt

Blinker

Kunstköder aus gebogenem Metallblech, der durch seine Form eine taumelnde Aktion im Wasser erzeugt.

Drill

Die Phase zwischen Anschlag und Landen des Fisches, in der Angler und Fisch über Rute, Schnur und Bremse gegeneinander „kämpfen“.

Erlaubnisschein

Gewässerbezogene Berechtigung, die der Gewässerinhaber oder -pächter ausstellt und die zusätzlich zum Fischereischein benötigt wird. Auch Angelkarte genannt.

Fischereischein und Erlaubnisschein erklärt

Feederrute

Angelrute mit sensibler, oft wechselbarer Spitze für das Grundangeln mit Futterkorb; zeigt Bisse über die Spitzenbewegung an.

Wenn sich der Futterkorb verheddert

Fischereischein

Personengebundenes Dokument, das die grundsätzliche Berechtigung zum Angeln in Deutschland nachweist, meist nach bestandener Fischerprüfung ausgestellt.

Fluorocarbon

Schnurmaterial aus einem Fluorpolymer, dessen Lichtbrechung näher an Wasser liegt als bei Nylon-Monofil; gilt daher als unauffälliger (nicht unsichtbar), ist abriebfest, relativ steif und sinkt. Häufig als Vorfachmaterial eingesetzt.

Monofil, Geflecht und Fluorocarbon im Vergleich

Freilauf

Zuschaltbare zweite, sehr leicht eingestellte Bremse an Freilaufrollen: Ein beißender Fisch kann Schnur mit geringem Widerstand abziehen, ohne die abgelegte Rute mitzureißen. Per Kurbeldrehung oder Hebel wird auf die Hauptbremse zurückgeschaltet.

Frontbremse / Heckbremse

Bremssysteme der Stationärrolle, die im Drill kontrolliert Schnur freigeben. Die Frontbremse sitzt vorn auf der Spule, die Heckbremse am hinteren Ende des Rollengehäuses.

Geflochtene Schnur

Aus mehreren dünnen Fasern geflochtene Angelschnur mit hoher Tragkraft bei geringem Durchmesser und sehr geringer Dehnung.

Gummifisch

Kunstköder aus weichem Gummi- oder Kunststoffmaterial, meist mit einem Jigkopf geführt.

Hakengröße

Größenangabe für Angelhaken: Je größer die Zahl, desto kleiner der Haken (Größe 12 ist kleiner als Größe 4). Oberhalb von Größe 1 wird mit 1/0, 2/0, 3/0 usw. weitergezählt – dort steigt die Hakengröße mit der Zahl. Maße variieren je nach Hersteller.

Haken schärfen und richtig nachkaufen

Kescher

Netz mit Stiel, das zum schonenden Landen eines gehakten Fisches verwendet wird.

Mindestmaß

Gesetzlich oder gewässerspezifisch festgelegte kleinste Körperlänge, ab der ein Fisch entnommen werden darf.

Schonzeiten und Mindestmaße: Was gilt?

Angelzubehör von oben auf einem Holztisch: Pose, Bleie, Wirbel, ein kleiner Köder und eine Hakenbox
KI-generiertes Symbolbild

Monofile Schnur

Angelschnur aus einem einzelnen Kunststofffaden, elastisch, günstig und knotenfreundlich.

Perücke

Umgangssprachlich für ein dichtes Schnurgewirr – an der Stationärrolle meist durch Drall oder lose Windungen, am Baitcaster durch eine überdrehende Spule beim Wurf (Backlash).

Ursachen und Lösungen bei Schnurdrall und Perücke

Schonzeit

Zeitraum, in dem eine bestimmte Fischart nicht gezielt befischt oder entnommen werden darf, meist während der Laichzeit.

Sitzkiepe

Kombination aus Sitzplatz und Stauraum für Zubehör, vor allem beim Ansitzangeln verwendet.

Spinnrute

Angelrute, die auf das aktive Werfen und Führen von Kunstködern beim Spinnfischen ausgelegt ist.

Stationärrolle

Rollentyp mit feststehender Spule und rotierendem Rotor, unter der Rute montiert; vielseitig und einsteigerfreundlich.

Tacklebox

Fächerbox zur strukturierten Aufbewahrung von Ködern, Haken und Kleinzubehör.

Übersetzung

Verhältnis von Rotor- bzw. Spulenumdrehungen zu einer Kurbelumdrehung, etwa 6,2:1. Höhere Werte holen schneller Schnur ein, niedrigere erleichtern das Kurbeln unter Last.

Vorfach

Kurzes Stück Schnur oder Material zwischen Hauptschnur und Haken bzw. Köder, oft aus Fluorocarbon oder verstärktem Material.

Wathose

Wasserdichte Hose, meist mit angeschlossenen Stiefeln, zum Angeln im Wasser stehend.

Wathosen im Vergleich

Wirbel

Kleines Drehgelenk zwischen Schnur und Köder, das Drall reduziert, indem es sich mit drehenden Ködern mitdreht.

Wobbler

Kunstköder mit Tauchschaufel, der durch gleichmäßiges Einkurbeln eine taumelnde Eigenaktion entfaltet.

Wurfgewicht

Auf dem Rutenblank angegebene Gewichtsspanne (meist in Gramm), für die eine Angelrute ausgelegt ist.

Ruten nach Wurfgewicht im Vergleich

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Vorschaubilder: KI-generierte Symbolbilder