Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Alle Preisangaben inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versand; Preise können sich seit dem Abruf geändert haben. Mehr erfahren

Praxis-Ratgeber

Schnur reißt beim Wurf – Ursachen und Lösung

Ein Schnurriss beim Wurf kostet nicht nur den Köder, sondern manchmal auch den Fisch. Meist lässt sich die Ursache klar eingrenzen.

Rutenspitze mit gespannter Angelschnur über einem nebligen See, Wassertropfen an der Schnur
KI-generiertes Symbolbild

Warum Schnur reißt, obwohl die Tragkraft eigentlich ausreicht

Die auf der Verpackung angegebene Tragkraft gilt für intakte, unbeschädigte Schnur unter kontrollierter Zugrichtung. In der Praxis wird diese Tragkraft durch Abrieb, Alterung, Knoten und plötzliche Belastungsspitzen häufig lokal unterschritten, ohne dass dies vorher sichtbar ist.

Ursache 1: Beschädigung durch Abrieb

Kontakt mit Steinen, Muschelbänken oder anderen rauen Oberflächen kann feine, oft unsichtbare Beschädigungen an der Schnuroberfläche hinterlassen. Genau an diesen Stellen reißt die Schnur bevorzugt unter Last. Besonders empfindlich gegen scharfe Kanten ist Geflecht; welches Material wie abriebfest ist, zeigt Monofil vs. geflochten vs. Fluorocarbon.

Ursache 2: Beschädigter Rutenring oder Schnurlaufröllchen

Beim Wurf mit einer Stationärrolle ist der Bügel geöffnet – die Bremse spielt dabei keine Rolle. Reißt die Schnur im Wurf, lohnt deshalb ein Blick auf alle Stellen, über die sie läuft: Ein angebrochener Ringeinsatz oder ein rau gewordenes Schnurlaufröllchen am Bügel scheuert die Schnur mit der Zeit an, bis sie beim nächsten kräftigen Wurf nachgibt. Streichen Sie mit einem Wattestäbchen durch die Ringe – bleiben Fasern hängen, ist der Ring beschädigt (siehe Rutenring gebrochen). Im Drill dagegen ist eine zu fest eingestellte Bremse eine häufige Rissursache.

Ursache 3: Alte oder falsch gelagerte Schnur

UV-Licht, Hitze und lange Lagerzeiten können die Materialstruktur der Schnur schwächen. Diese Alterung ist äußerlich oft kaum erkennbar, macht sich aber durch eine geringere tatsächliche Reißfestigkeit bemerkbar.

Ursache 4: Fehlerhafter oder alter Knoten

Ein nicht optimal gebundener oder bereits mehrfach belasteter Knoten ist die häufigste Schwachstelle jeder Schnurverbindung. Details dazu liefert unser Ratgeber Angelknoten reißt.

Ursache 5: Windknoten, Bügelumschlag und ruckartige Würfe

Ein kleiner Windknoten in der Schnur – oft Folge von Drall oder loser Schnur auf der Spule – verhakt sich beim Wurf im Ring und reißt die Schnur ab. Klappt der Bügel während des Wurfs unbeabsichtigt zu, stoppt der Köder schlagartig. Und ein im Verhältnis zur Schnur deutlich zu schwerer Köder oder ein sehr ruckartiger Wurf erzeugt kurzzeitig Zugspitzen, die die Schnur überfordern. Bei sehr kraftvollen Würfen mit schweren Gewichten, etwa beim Feeder- oder Brandungsangeln, ist deshalb eine stärkere Schlagschnur üblich. Woher Drall und lose Windungen kommen, erklären Angelschnur verdrallt sich zur Perücke und Geflochtene Schnur schneidet in die Spule.

Geflochtene Schnur zum Neubespulen

Berkley Sick Braid – 8-fach geflochtene Angelschnur, super glattes 8-fach Multifaden PE Raubfischgeflecht, Angelschnüre 150-300 m zum Süßwasser- oder Salzwasser-Meeresangeln

Berkley Sick Braid – 8-fach geflochtene Angelschnur, super glattes 8-fach Multifaden PE Raubfischgeflecht, Angelschnüre 150-300 m zum Süßwasser- oder Salzwasser-Meeresangeln

28,99 €

Stand 25.09.2026 · inkl. MwSt., ggf. zzgl. Versand · maßgeblich ist der aktuelle Preis auf Amazon

+ 8-fach geflochten, sehr glatte Oberfläche
+ 150-300 m, für Süß- und Salzwasser
- Geflochtene Schnur ist unelastisch – Vorfach aus Mono/Fluorocarbon empfehlenswert
Preis auf Amazon prüfen

Schritt-für-Schritt: Schnur prüfen und schützen

  1. Vor jedem Angeltag die letzten Meter Schnur mit den Fingern auf raue Stellen abtasten.
  2. Rutenringe und Schnurlaufröllchen auf raue Stellen prüfen (Wattestäbchen-Test).
  3. Für den Drill die Bremse so einstellen, dass sie bei starkem Zug kontrolliert nachgibt.
  4. Knoten regelmäßig erneuern, besonders nach größeren Fischen oder Hängern.
  5. Köder- und Vorfachgewicht auf die verwendete Schnurstärke abstimmen.
  6. Schnur bei sichtbarem Verschleiß oder nach längerer Nutzungsdauer vollständig erneuern.

Vorbeugen: die wichtigsten Gewohnheiten

Regelmäßige Sichtkontrolle, passende Bremseinstellung und rechtzeitiger Schnurwechsel reduzieren Schnurrisse deutlich. Bei häufigem Kontakt mit rauem Grund kann zusätzlich ein Vorfach als Verschleißpuffer sinnvoll sein. Schnüre und Vorfachmaterial vergleicht die Kaufberatung Beste Angelschnur 2026.

Häufig gestellte Fragen

Reißt Schnur eher beim Wurf oder beim Drill?
Beides kommt vor. Beim Wurf reißt Schnur meist an einer vorgeschädigten Stelle, an einem Windknoten oder durch eine plötzliche Zugspitze – die Bremse ist dabei nicht beteiligt, da der Bügel offen ist. Im Drill spielen dagegen eine zu fest eingestellte Bremse, Abrieb und Knoten die Hauptrolle.
Wie oft sollte ich die Schnur komplett erneuern?
Das hängt von Nutzungshäufigkeit und Einsatzbedingungen ab. Sichtbarer Verschleiß, häufige Schwachstellen oder ein spürbar raues Gefühl beim Abtasten sind klare Signale für einen Wechsel, unabhängig von einem festen Zeitintervall.
Kann eine zu alte Schnur auch ohne sichtbare Beschädigung reißen?
Ja, UV-Licht und wiederholte Belastung können die innere Materialstruktur schwächen, ohne dass dies äußerlich sofort erkennbar ist. Bei sehr alter Schnur ist ein vorsorglicher Wechsel oft sinnvoller als abzuwarten.

Passend dazu

Vorschaubilder: KI-generierte Symbolbilder